Der August ist für den Rasen der härteste Monat des Jahres: Hitze, Trockenheit und intensive Nutzung setzen dem Grün zu. Gleichzeitig ist der Spätsommer die beste Zeit, um gegenzusteuern – der Boden ist noch warm, die Feuchtigkeit kehrt zurück, und bis zum ersten Frost bleibt genug Zeit zur Regeneration. Mit ein paar gezielten Maßnahmen geht dein Rasen gestärkt in den Herbst und startet im Frühjahr sichtbar besser.

Warum der Spätsommer die wichtigste Rasenzeit ist

Drei Gründe machen August und September zur Schlüsselphase:

  • Regeneration: Nach dem Sommerstress erholt sich der Rasen jetzt am schnellsten, wenn er Unterstützung bekommt
  • Keimfreundliches Wetter: Nachsaat keimt bei warmem Boden und feuchten Nächten zuverlässig – im Frühjahr dauert das oft doppelt so lange
  • Vorbereitung auf den Winter: Herbstdünger und Kalk wirken jetzt und stärken die Gräser für Frost und Nässe

Richtig mähen im August

Beim Mähen gilt im Spätsommer: nicht zu kurz. Eine Schnitthöhe von vier bis fünf Zentimetern schützt die Grasnarbe vor Austrocknung, bei längerer Trockenheit besser fünf bis sechs Zentimeter. Wichtig ist ein scharfes Messer – stumpfe Klingen quetschen die Grashalme und hinterlassen braune Spitzen. Bei Trockenheit darf das Mähgut ruhig liegen bleiben: Es wirkt als Mulch und hält die Feuchtigkeit im Boden.

Ein zuverlässiger Begleiter ist der Akku-Rasenmäher: leise, kabellos und sofort startklar. Modelle wie der Einhell GE-CM 36 43 Li M wurden erst kürzlich in einem BILD-Test zum Testsieger gekürt – wer auf Akku setzt, ist mit Einhell, Gardena oder STIHL gut beraten.

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Vertikutieren: Ja, aber mit Bedacht

Vertikutieren ist kein Muss für jeden Rasen, sondern die Kur für Flächen mit starkem Filz und Moos. Der Test: Steckt der Finger spürbar tief in eine dichte, verfilzte Schicht, lohnt die Behandlung. Der beste Zeitpunkt ist der Spätsommer – aber nur, wenn der Boden nicht ausgetrocknet ist. Vorher kurz mähen, danach die abgestochene Filzschicht abharken und die Fläche nachsäen.

Für kleine Gärten reicht oft ein Handvertikutierer, für größere Flächen lohnen sich Geräte von Gardena oder WOLF-Garten.

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Düngen und kalken

Im Spätsommer wechselt der Rasen auf Herbstdünger: Der enthält weniger Stickstoff, dafür mehr Kalium, das die Zellwände stärkt und die Gräser winterhärter macht. Die Düngung im August oder September ist die wichtigste des Jahres. Mit Kalk dagegen sollte man vorsichtig sein: Nur bei nachweislich saurem Boden (pH-Wert unter 5,5) ist Kalken sinnvoll – eine einfache Bodenprobe aus dem Gartencenter gibt Aufschluss. Wer auf Verdacht kalkt, riskiert eher Schaden als Nutzen.

Nachsaat für kahle Stellen

Hitze, Trockenheit und Spielbetrieb hinterlassen Lücken. Die schließt du am besten jetzt:

  • Boden an den kahlen Stellen leicht auflockern
  • Rasensamen mit etwas Startdünger ausbringen
  • Samen andrücken (Anwalze oder Brett) und feucht halten

Die neuen Gräser keimen bei den aktuellen Bodentemperaturen oft innerhalb von zwei Wochen. Spezielle Nachsaat-Mischungen von WOLF-Garten oder Gardena enthalten passende Startdünger und keimen zuverlässig.

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Bewässerung: Weniger oft, dafür gründlich

In trockenen Augustwochen gilt: lieber zwei- bis dreimal pro Woche durchdringend gießen als täglich ein bisschen. So bilden die Gräser tiefere Wurzeln und kommen besser durch Trockenperioden. Die beste Zeit ist der frühe Morgen – dann verdunstet wenig Wasser und die Blätter trocknen schnell ab, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Ein Rasensprenger mit Zeitschaltuhr erledigt das zuverlässig, auch wenn du im Urlaub bist.

Unsere Empfehlung für die kommenden Wochen: Auf vier bis fünf Zentimeter mähen, bei sichtbarem Filz vertikutieren, einmal Herbstdünger mit Kalium ausbringen, kahle Stellen nachsäen und morgens gründlich gießen. Damit ist der Rasen bestens gerüstet für den Herbst – und du hast im Frühjahr deutlich weniger Arbeit.


Stand August 2026, ohne Gewähr – prüfe die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links: Wenn du über einen Link ein Produkt kaufst, erhalten wir eine Provision, für dich bleibt der Preis gleich.